Hotel-Gasthof Lamperstorfer
Hans Lamperstorfer,
Marktplatz 19,
94065 Waldkirchen,
Tel. 08581/1000,
Fax 08581/3898,
E-Mail: gasthof@lamperstorfer.de
www.lamperstorfer.de.

Öffnungszeiten:
Täglich von 7–24 Uhr,
Betriebsferien: nach Allerheiligen,
die erste Novemberhälfte.

Preisgefüge:
Suppen ab 2,40 Euro,
Hauptgerichte 6,50–11 Euro,
Desserts ab 4 Euro.
Das Hotel bietet im Zentrum Waldkirchens 20 Gästezimmer.

Im Hotel-Gasthof Lamperstorfer
greift der Wirt noch selbst zum Wursthorn

Das schmucke Städtchen Waldkirchen kann sich über viele Einkehrmöglichkeiten freuen. Doch als eine besondere „Institution“ wird bereits seit dem Jahre 1863 direkt im Herzen der Stadt und am historischen Marktplatz gelegen der Hotel-Gasthof Lamperstorfer geschätzt. Dafür sprechen die gastfreundliche Familientradition der Lamperstorfers, die stilvoll-gemütliche Atmosphäre der Gasträume und eine Küche, von der man sagen kann, dass man heutzutage in der weiß-blauen Küchenlandschaft lange suchen muss, bis man eine ähnlich gute Speisenauswahl serviert bekommt.
Das Geheimnis ist leicht erklärt: Täglich frisch kommt auf den Tisch das, was die bayerische Küche so genussvoll macht, nämlich die echten Schmankerl nach bewährten Hausrezepten und hergestellt aus Produkten frischer Schlachtung, Wild von heimischen Jägern, Biogemüse vom Wochenmarkt, der sich zum Wochenende hin direkt vor der Haustür abspielt.
Wenn Hans Lamperstorfer aus seiner Speisekarte „zitiert“, dann merkt man es ihm an, dass er auch nach vielen Jahren seines Gastwirtslebens noch immer voll hinter seinen Küchengrundsätzen steht, um das Fähnlein der weißblauen Schmankerl hochzuhalten und nicht der wechselnden „Mode“ zu erliegen, einfach alles nachzumachen, was man ja überall als Einheitskost vorgesetzt bekommt. Auf der fast täglich wechselnden Tageskarte liest man von Kälberner Briesmilzwurst, von Ochsenschwanzragout, Kronfleisch mit Lampi-Wirsing, Kesselfleisch, gebackenem Kalbskopf, Essigfleisch mit Semmelkren, Bauerngeräuchertem mit Grießknödel, Wurzelfleisch, Böfflamott mit Brezenknödel, Schweineschopfbraten mit Kruste, Lüngerl und einer opulenten Selchhaxn. Allesamt hausgemacht sind auch die Quarknudeln, der Kartoffelschmarrn, Rahm-Apfelstrudel und die Krautfleckerl.
Weg vom „Fast Food“, kann man also im Gasthof Lamperstorfer so recht nach Lust und Laune das Rad von Altbayerns kulinarischer Geschichte rückwärts drehen und von der guten, alten Gastwirtsherrlichkeit träumen.
Und an Freitagvormittagen ist in diesem Traditionsgasthof eine besondere kulinarische Attraktion geboten: Der Chef des Hauses selbst greift ab 11 Uhr zum Wursthorn, um vor den Augen interessierter Gäste seine Weißwürste abzudrehen und dann in den Wurstkessel zu geben. Kesselfrischer kann man wohl selten ein Weißwurst-Frühstück nach bayerischer Lebensart genießen!
Ausgeschenkt werden Fass- und Flaschenbiere der verschiedensten Sorten aus der angesehenen Münchner Augustiner-Brauerei, die ja bereits seit dem Jahre 1328 ein Braurecht besitzt. Bei den Weinen werden edle Tropfen aus Franken und dem österreichischen Weinviertel bevorzugt.
Wer sich immer schon einmal danach gesehnt hat, unter einem über 300 Jahre alten böhmischen Gewölbe, das einstmals einen Bierkeller beherbergte, zu speisen und zu zechen, der sollte in die Tiefen des Hauses hinabsteigen, in den „Baron-Keller“. Seine Pforten sind zwar nicht an allen Tagen geöffnet, sondern vorwiegend nur zu besonderen Anlässen wie Brauchtumsveranstaltungen und Ritteressen, doch künftig will der Hausherran Freitagen und Samstagen hier der Gemütlichkeit seiner Gäste freien Raum geben. Eine telefonische Reservierung unter der Nummer 08581/1000 empfiehlt sich.
Alljährlich am Abend vor dem Dreikönigstag, also am 5. Januar, versammeln sich hier nach einer „Hexenverbrennung“ und gruseligem Treiben von Teufeln und Hexen die Waldkirchner Rauhnachtsgeister, eine Veranstaltung, bei deren Gründung Hans Lamperstorfer nicht ganz „unschuldig“ war.
Nicht vergessen werden soll, dass der Hotel- Gasthof Lamperstorfer seit Generationen als kleines „Heiratsparadies“ gilt, denn für viele Paare begann hier mit einer Hochzeitsfeier das Glück ihres Lebens. Für die Gestaltung von Hochzeitsfeiern hat der Wirt ein eigenes Programm entwickelt, das er heiratswilligen Paaren gerne in gedruckter Form zur Verfügung stellt.
„Kimm fei wieder!“, sagten noch die Väter unserer heutigen Wirtegeneration zu allen ihren Gästen bei der Verabschiedung. Und die Gäste des Gasthofes Lamperstorfer beherzigen diesen Abschiedsgruß bis zum heutigen Tage – das ganz gleich, ob es sich dabei um Einheimische oder Feriengäste handelt.

Rezept Gesottenes Kronfleisch


 

An Freiertagen greift der Wirt Hans Lamperstorfer zum Wursthorn, um die Frühschoppen-Weißwürste zu produzieren.