|
 |
Martin Leopold und
Monika Hafner,
Marktplatz 17, 94157 Perlesreut,
Tel. 08555/699,
Fax 08555/406663,
E-Mail:
mortl@hafner-wirtshaus.de,
www.hafner-perlesreut.de
Öffnungszeiten:
Täglich von 11 bis zur Sperrstunde durchgehend. Mittwoch ist
Ruhetag.
7. bis 27. Januar sind Betriebsferien.
Gerichte aus der großen Speisekarte gibt´s von 11–14 und 18–22 Uhr,
Brotzeiten und kleine Gerichte ganztägig.
Preisgefüge:
Vorspeisen 3–8 Euro,
Hauptgerichte 7–16 Euro,
Desserts 4–6 Euro,
3-Gänge-Menü 25 Euro,
5-Gänge-Menü 35 Euro.
Candle-Light-Dinner für zwei
Personen mit Getränken 85 Euro. |
|
Die stilvoll-gemütliche Gaststube des
„Hafner-Wirtshauses“
ist aus sieben
verschiedenen Hölzern geschreinert
Perlesreut im Landkreis Freyung-Grafenau stellt
auch heute noch das dar, was man sich so unter einem
traditionsreichen Marktflecken im Herzen des Bayerischen Waldes
vorstellt: Die dem Hl. Andreas geweihte Kirche mitten im Ort und
daneben reihum gleich mehrere Wirtshäuser. Eines davon ist ein ganz
besonderes: das Hafner-Wirtshaus. Über einem Torbogen in der
Geschäftshäuserfront an der Westseite des Marktplatzes weist nur ein
bescheidenes Schild mit der Aufschrift „Hafner-Wirtshaus“ auf das
Rückgebäude, das einst ein Wirtschaftsgebäude des heute nicht mehr
existierenden Gasthofs „Zur Post“ war, ab den zwanziger Jahren des
vorigen Jahrhunderts als Lagergebäude der Cigarrenmanufaktur Wolf
und Ruhland fungierte und ab den fünfziger Jahren als
Möbelschreinerei der Familie Hafner genutzt wurde.
Schließlich siedelt die Möbelschreinerei von Adolf Hafner vor die
Tore des Marktes aus. Geblieben ist jedoch noch der Hafner’sche
Ausstellungssalon mit den unverkennbaren, selbst entworfenen und
geschreinerten Hafner-Möbeln – alles aus solidem Holz als
Anschaffung für gleich mehrere Generationen. An deren Entwürfen
arbeiteten gleich drei Hafners mit: Vater Adolf als
Schreinermeister aus dem böhmischen Wallern, die Brüder Leopold
(Bildhauer) und Franz (Innenarchitekt). Und diese drei haben dann
zusammengeholfen, als sich Martin Leopold Hafner und seine Frau
Monika entschlossen, in dem alten Gemäuer ein so richtig solides wie
gemütliches Wirtshaus einzurichten.
Der Aufgang erinnert an den Eingangsbereich eines Restaurants in
einem italienischen Palazzo, doch wenn man durch die Gaststubentür
schreitet, wird einem gleich bewusst, was ein bodenständiger
Schreiner, im positiven Sinne gesehen, alles „anrichten“ kann. Die
Gaststube, das Prälatenstüberl und das Hofzimmer sind aus sieben
verschiedenen Bayerwald-Hölzern geschreinert – natürlich von den
Hafners! Die Tische sind aus Eiche und Ahorn, die Böden aus
Buchenbohlen, die Decken aus Fichten- und Tannenholz, die Fenster
aus Lärche und die Bodenbretter der Terrasse aus den Stämmen von
Douglasien gesägt. Von den der Witterung ausgesetzten
Terrassenbrettern abgesehen, ist das Ambiente der Innenarchitektur
auf Zeit und Ewigkeit ausgerichtet, der sich ständig wandelnde
Zeitgeist kann dem hier Geschaffenen wohl nicht so leicht was
anhaben.
Und das gilt auch für den „Patron“ des Hauses, für Martin Leopold
Hafner, der schon von der Statur her wie ein Fels in der Brandung
dasteht, wenn es darum geht, das Fähnlein der altbayerischen
Gastwirtsherrlichkeit aufrecht zu tragen. Sein Handwerk hat er in
guten Häusern wie dem „Heiligen Geist“ und beim Sternekoch Gebhard
Endl im „Wilden Mann“ in Passau erlernt, hat dann während seiner
„Wanderjahre“ in vielen bayerischen und schweizerischen
Spitzen-restaurants aufgekocht, bis ihn dann doch das Heimweh nach
seinen Traum vom „eigenen Herd“ und eigener Gaststube
verwirklichte. „Wir wollen eine regionale Schmankerlküche ohne
Geschmacksverstärker, Tütensuppen und Packerlsoßen bieten,
verarbeiten heimisches Wild und sind der einzige Anbieter von
Ilztalbisonfleisch und kaufen Gemüse von Biobauern“, beschreibt der
Meisterkoch sein Rezept vom guten Essen.
Dem entsprechend gestaltet sich auch seine Speisekarte mit
hausgemachtem Lüngerl mit Serviettenknödel, Sauerem Gansjung mit
Serviettenknödel, Schwammerlomelette auf Blatt-salaten,
Schafskäseterrine, Wittersitter Kalbsmedaillon (in Wittersitt bei
Perlesreut wurde Bayerns letzte Hexe infolge der Hexenverfolgung
verbrannt!), Kalbshax´nscheiben mit grüner Sauce und gebräunten
Erdäpfeln.
Das Hafner-Wirtshaus ist aber nicht nur wegen seiner lukullischen
Genüsse eine echte Überraschung, sondern auch von dem her gesehen,
was das Haus an kulturellen Veran-staltungen wie Kunstausstellungen
und Konzerte im Jahresreigen so alles zu bieten vermag – das alles
nicht aufdringlich, sondern mehr als amüsantes Beiwerk gedacht. Und
darauf trinkt man dann gut und gern ein köstliches Bier aus den
heimischen Brauereien, lässt sich einen guten Tropfen aus dem
österreichischen Weinviertel und der Wachau oder als „Drüberstreuer“
einen der Spitzenbrände von Rochelt aus Tirol einschenken. Herz, was
begehrst Du noch mehr! Und wenn es dann nach den regulären
Essenszeiten in der Küche und Schänke schon etwas ruhiger geworden
ist, bald Nachtruhe einkehrt, setzen sich Wirt und Wirtin gerne mal
zu einem „Dischkurs“ zu ihren Gästen und sinnieren darüber
nach, dass eine Welt ohne Freunde wie eine weite Reise ohne Gasthaus
ist. Und erleben kann man in Perlesreut ja auch noch allerhand: so
z. B. einen Werksbesuch in Bayerns einzigartiger Cigarrenmanufaktur
(bekannt auch durch die „Krummen Hunde“), den Besuch der
Perlesreuter Passionsspiele und des alljährlich im Juli
stattfindenden Schmalzlerfestes.
Lammrücken
mit Reiberdatschimantel |
Echte Wirtsleut:
Martin Leopold Hafner
und seine Frau Monika
 |